Neue Gaststätte: Alter Heller

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Gaststätten-Neueröffnung: ZUM ALTEN HELLER

Herzogenaurach. Aufatmen bei den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und bei den Brüdern Nägel in Erlangen: Für die verwaiste Gaststätte „Altes Rathaus" im Herzen der Stadt ist ein neuer Pächter gefunden.

Wie der „FT" Anfang Februar berichtete, hat Hubert Nägel still, klamm und heimlich seine Nobel-Gaststätte in der Altstadt geschlossen. Und das obwohl sein Unternehmen zusammen mit der Stadt das - so Denkmalschützer und Fachwerkliebhaber- „schönste Fachwerkhaus der Stadt" mit erheblichem finanziellen Aufwand im Innern restauriert haben und er und auch mit der Stadt einen langfristigen Vertrag abgeschlossen hatte.

Bekanntlich ist der Funke nicht übergesprungen. Die Herzogenauracher haben „Nägels Altes Rathaus" nicht angenommen. Über die Ursachen soll hier nicht länger reflektiert werden.

Fakt ist, dass Hans Heller, Nägels Nachbar auf der Hauptstraße, die Gunst der Stunde erfasst und ein Schnäppchen gemacht hat. Hans Heller hat sich zu seinem 55. Geburtstag selbst das schönste Geschenk gemacht. „Wir wollen zur Belebung der Altstadt beitragen und im Alten Rathaus eine fränkische Speisegaststätte führen", so der Brauereichef, der hier tatsächlich eine echte Marktlücke erkannt hat. „Meine Frau Evi, die beiden Töchter Marina und Braumeisterin Cornelia und im Notfall meine Mutter sowie Schwester Gitti werden einheimische Spezialitäten anbieten, und zwar zu vernünftigen Preisen. Kein Gericht wird mehr als 10 Euro kosten!", so der Senior der alteingesessenen Gaststätte.

Ein Blick auf die fränkische Speisekarte lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen: Brauergulasch mit original Hellers Schwarzbiersoße, Bohnenkern, Geräucherts und Klöß, Kartoffelbackers mit unterschiedlichen Beilagen aus dem Frankenland, schmackhaftes Kreefleisch, saure Lunge, Leber mit Zwiebelringen und Apfelscheiben, Kuddelfleck, Salzfleisch und „Rubnkraut", Knöchla, gesalzen oder gebraten und je nach Jahreszeit Karpfen und Wild ergänzen die Speisekarte. Fisch und Fleisch kommen aus einheimischen Gewässern und Ställen und das Gemüse liefern hiesige Bio-Landwirte.

Und aus dem früheren Bürgermeisterzimmer, zuletzt als Raucherzimmer degradiert, soll eine gemütliche „Kartelstube" werden. Damit will Hans Heller dafür sorgen, dass die wenigen Kartenspieler, Schafkopfer, Mucker und Skatspieler in der Stadt eine neue gemütliche Heimat finden.

„Der Festsaal im 1. Stock kann für ein zünftiges Spanferkelessen und natürlich für fränkische Hochzeiten und Gesellschaften dienen und bei den Musikveranstaltungen des Heimatvereins haben wir dann auch eine urige und gemütliche Atmosphäre"; außerdem steht der Saal auch ohne Aufpreis für Gruppen und Vereine zur Verfügung." Soweit der unternehmenslustige Hans Heller, dessen Familie nun schon seit mehr als 13 Jahrzehnten in der Aurachstadt lebt.

Einen treffenden Namen für die neue Gaststätte hat er auch schon parat: „Ich bin ja der älteste männliche Spross meiner Familie und da möchte ich meine neue Gaststätte ganz einfach „Zum alten Heller" nennen, das passt doch, oder?"

Heute, am ersten des Monats um 11 Uhr ist die Eröffnung. Natürlich wird mit Landrat Irlinger und zahlreicher Politprominenz die Eröffnung gefeiert und für die Bevölkerung gibt es selbstverständlich das bekömmliche Heller-Frei-Bier, Prost! LachendZwinkernd

KG 

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
1. Vorsitzender Heimatverein Herzogenaurach
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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