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Montag 10 Okt 2022
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Oäsch 264

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50 shades of grey

Herzogenauracher Geschichten  (264)

„Do dud dä fei deä Oäsch weh!"

Fragen eines nachdenklichen Franken, frei nach B. Brecht

Also die Gschichd, wu ich eich heid derzell, is amoll widder vo mein Freind Heiner, der wu a echder Frank is. Obber nu mehr gedds in derer Gschichd eichendli um den Heiner sei Schdernla, die Marchared und um mei Spoodzl, die Bärbel. Die zwaa senn ja die diggsden Freindinna und Fäns vo Frauen und Liebesromane. Ich glaab, däss die alle 121 Biecher von der Rosamunde Pilcher, odder wengsdens 119 odder 120  vo derer glesn ham.

Und in der ledsdn Wochn sen die zwaa richdi sieri woärn, wall doch doo der neie Frauenroman „50 graue Schatten" in die Kinno aagloffn is. Doo senn die zwaa nei auf Närnberch gfoärn, däss die den Film säägn kenna, wall die aa des Buch scho glesn ham.

Und wie die zwaa widder ham kumma senn, doo woärn die ganz aufgwühld und ham den Heiner fort neer vo züchdichen, fessln, ausbeidschn und all su aaner Woär derzelld und dooderbei ham die ganz glaasia Aagn ghabd.

Der Heiner hodd si arch gwunnerd und dann isd er nei zern Heller Hans zer sein Schdammdisch Obber der Heiner woär scho a weng durchannanner vo den , wos die zwaa Waggerli derzelld ham. Den Heiner sei Schdammdischbrieder ham ganz inderessierd zugheerd, wos do in den Film bassierd is und dan ham sie den Heiner  aufgmunderd, däss er hald aa suwos machen soll, wos die zwaa su gfalln hodd.

Und die Schdammdieschler  ham den Heiner gsochd, däss sei Marchared vielleichd aa mecherd, däss sie „Meister „ odder „Herr" zu ihn soogn dud, wenn er dieMarchared su beärberd und quäld wie der Schauschbiller in den Film sei Waggerla.

Der Heiner hodd ieberleechd und dann is er zern Eikaafn nach Erlang in an Baumargd gfoärn. Obber do hadds scho ka Kabelbinder und ka Schdrieg und aa ka Saaler mer gebn, alles woär ausverkaffd. Doo is der Heiner weider nooch Färdd und dann nooch Nürnberch nei, obber ieberall woärn die Baumärgd scho leerkaffd mid su aaner Woär, wu mer jemand fessln odder quäln kann. 

Dann  is der Heiner zern Ellwanger und hodd si su a scharze Zorro-Maskn für sein Gsichd kaffd und aa nu su a Zorro-Faschingskostüm ganz in schwarz. Dann is er nauf zern Willertn Heiner sein Margd wus alles fier Hund und Kadzn gidd und hodd a Hundsbeidschn kaffd. Bein Kurrs Goggers hodd er a Gaßkettn grichd und in seiner Garaasch woärn a nu a boär su Kabelbinder, wu mer Baamer und Rosensteggli anbindn kann, wu obber a zern Fesseln geeichned senn.

Und dann is der Heiner mid seiner Beude ham zer sein Waggerla, zer seiner Marchared. Er hodd gsachd „Dein Herr und Meister, dein Gebieter ist nun da und er wird es dir besorgen!" Obber schdadds die Marchared vor den Heiner niederknied is, hodd die groodnaus glachd

Drauf is der Heiner in der Schloofschdubn , hodd die Fensderleedn zugmachd und die Heizung aufdrehd. Um der Schloofzimmerlambn  hodd der nu a rode Girlandn vo der Fosernachd rumbundn und vo der Marchared ihrn 4711 odder vo den Schanell oder wie des moderna Zeich haaßn dud, hodd er a weng wos in Zimmer rumgschbrühd, damid des aa gud riechn dud in der Schdubn.

Dann hodd der si sei Dreiecksboodhusn und sei Foosernachds T-Schörd mid den Subbermänn anzuugn und sei Zorro Masgn aufgsedsd. Er hodd sei Beidschn gnumma und in aaner Aldi-Diedn sei Schdriggli, die Kabelbinder und die Gaaßkeddn nei und ins nieber in der Schdubn, wu die Marchared woär.

Und wie der zu der Marchared gsochd gsochd hodd: „Su Baby, eds ziech amoll die Reizwesch ooh, wu ich dir vor 15 Joär zer Silberhochzerd gschenkd hobb, eds dreib iech dir den Deifel aus".

Do hodd die Marchared grood naus glachd und gmaand :"Du alder Debb.....!", do hodds auf amoll an der Hausdier Schdurm gliedn und der klaa Gerch, den Heiner sei Engkerli is zer Dier reigschdörmd kumma. Wie der sein Obba Heiner gsängn hodd, hodd der bläägd: „Eh Obba, des is obber amoll a geils Fosernachdskosdüm, wu hosdn dees kaffd?" Dann hodd der Klaa die Hundsbeidschn gnumma und hodd die den Obba Heiner um die Woodn rumghaud, däss der ghufbd is wie a Danzbär.

Der Heiner is under seiner Zorro-Masgn feierrod woärn, obber des hodd kanner gsägn und hodd schnell sei Masgerade auszuugn und zu sein klann Gerch

gsochd: „Ich wolld mid der Oma a weng an Hausfasching feiern, obber die Oma hodd ka rechde Lusd nedd ghabd."

Und dann is der Heiner in sei Bad , hodd in Spiegel n eigschaud und hodd zu sich selber gsochd „Do dud dä fei deä Oäsch weh, wennsd sichsd, wos mer wecher su an bleedn Film füä a Kaschberla machd!"

Und ich froch mich: „Is des der Film wergli werd, däss do suvill drieber gred und gschriebn werd?"

Iä sechd schon Frogn ieber Frogn!

Klaus Bedä

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Koordinator für den Steinweg
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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