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Oäsch 254

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Oäsch 254  Deutschland - USA
Siech ieber die Kaubeu

Herzogenauracher Geschichten  254
"Do dud dä fei deä Oäsch weh!"

Fragen eines nachdenklichen Franken, frei nach B. Brecht

Also die Gschicht, wu ich eich heit derzell, is amoll widder vo mein Freind Heiner, der wu a echder Frank is. Für den Heiner is allerwall su wos wie a Leidenszeit, weil der sich mit den Bundes-Jogi su arch verbundn fühld, däss mer maaner kennerd, er selber is der Bundesdräner und der Heiner will doch unbedingt -  wie mir alle, däss mir Daidschn widder amoll Weldmasder werrn.
Der Heiner is außerdem a wandelndes Fußboll-Legsigon, wall der fasd alles waaß., woss mer in den Schbord wissn muss. Der waaß manchsmoll sugoär, welche Schbiller in welcher Minuddn a wichdigs Door gschossn habn.
Und der Heiner hodd a des Schbill gecher die Kaubeu aus Ameriga richdich vorausgsacht:" Mir gwinna 1 : 0 und kumma weider". Neer bein Doorschüdzn hodd der Heiner gmaand, däss des Door von Klose und nedd von Müller gschossn werd. "Obber" hodd der Heiner gsachd, "Haubdsach wir ham gwunna!"
Und wie dann des langweiliche Gschieb gecher die Kaubeu vorbei woär, hodd der Heiner gschennd, vor allm über den Bundes-Jogi seiner Daggdigg. Der Heiner, der wu den Breißn-Zibfl vo Podolkski suwiesu nedd mooch, hodd an den Dräner und an den Raalaafer vo Poldi ka guds Hoär glossn. "Dees is doch a Hummala und schbielerisch kann der ieberhaubs niggs; der brummd blooß drauf und manchsmoll driffd der hald des Door. Dees langd villeichd fier die Engländer, wu der schbilld und die wu scho rausgfloogn sen, obber nedd für uns!"
Und dann hodd sie der Heiner nooch den dridden Seidla von Hellers Hans sein Kerwas Bier auf den Bundes-Jogi eigschossn. "Wall der doch neer schee blaudern kann und nedd gmergd hodd, däss der klaa Lahm auf der rechdn Seidn vill mehr brachd hädd als der Boateng, denn den sei Flangn senn doch nedd gscheid kumma!"
 "Schau neer,  doo sidsd der Jogi wie a boodna Maus und der Regn hodd den aa nu des ganze Me-i-k-abb  rundergwaschn vo sein scheena Gsichd. Eds felld neer nu, däss den aa nu die schwarze  Farb aus seine Hoär rauswäschd , dann sidsd der doo und is nedd neer grau in Gsichd, sondern ganzergoär aa am Kubf."
                                  Gott sei Dank is dann des 1 : 0 gfalln, doo senn dann den Heiner sei Bludrugg und sei Promill-Spiechel ganz schee gschdiegn. Und wall des der Müller gschossn hodd, is der Heiner fasd ausgflibbd, denn der Müller is den Heiner sei Lieblingsschbieler, wall der immer laffd wie a Schweizer Uhr und immer fähr is und aa nu kann annern Fuußboller bissn hodd und sich aa benehma kann und nu in kaaner Hotelhall neibrunsd hodd.
Und wie der Heiner dann abnds um zwelfa gwissd hodd, däss mir eds gecher die Algerier schbilln müssn, do hodd der glei scho widder von Endschbill blauderd und gsochd, däss mir die wechbudzn,  aa wenn die des größte afrikanische Land senn.
Und eds freia sie mir alle auf vden Mondooch und der Heiner hodd neer nu gsochd, "wenn mir gecher Algerien verliern, dann dud mä fei wergli der Oäsch weh!" Und ich frooch mich, kenna mir denn des Schbill am Mondooch verliern, aa wenn mir in die schwarz - rodn Driggo von Närnbercher Glubb  schbilln misserden?"
Iä sechd scho: Frogn ieber Frogn!
Klaus Bedä

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Koordinator für den Steinweg
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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