Helmut Fischer zum 70. Geburtstag

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MEF 9118Heimatfreund, Meisterfotograf und Mister PUMA

Einmal Puma – immer Puma

Herzogenaurach. Er hat sich im Laufe von mehr als 40 Jahren Betriebszugehörigkeit zur Legende entwickelt. Insider behaupten sogar: er weiß alles und er kennt alle und alles, was im Hause PUMA vor sich gegangen ist und vor sich geht. Seine Meinung ist gefragt, wenn es um Schuhmodelle, um Vereinszugehörigkeiten bei Fußballern geht und vor allem ist er das lebende Gewissen der Marke mit der springenden Raubkatze. Die Rede ist von Helmut Fischer – Herzogenauracher mit Leib und Seele, Urgestein und Heimat verbunden und dazu noch leidenschaftlicher Sammler und begeisterter Fotograf.

70 Jahre wird er alt, drei Tage vor dem Heiligen Abend, der „Bu“ der im „Dreiländereck“ in Herzogenaurach in einfachen Verhältnissen aufgewachsen ist: an der Kreuzung Cyprianstraße, Störcherstraße. Und hier waren drei Nationalitäten (Hausnamen!) zu Hause: die Fischer (Hausname: Praißen =Preußen), die Schwaben (Familie Schwab) und schließlich die Russn.

Und wenn einer aus einer der drei Dynastien einen Fußball ergattern konnte, dann wurden die Nachbarbuben zum „Länderspiel“ herausgefordert, auf der Straße wurde gekickt und fußballerisch gezaubert. Zum Glück waren einzelne Väter in „Schuhbuden“, wie man die Schuhfabriken früher nannte, beschäftigt und konnten die „Schlappen“ (verächtlich für einfache Fußballschuhe) der wilden Kicker „flicken“, also wieder ausbessern.

Über die Zwischenstationen (Automechaniker und „beim Siemens“) fand Helmut Fischer Ende der 70er seine Erfüllung bei der Firma mit der Raubkatze, bei PUMA in der Würzburger Straße. Selbst kickte er in Herzogenaurach ab seinem 10. Lebensjahr beim FC in Schüler- und Jugendmannschaften und bekam damals sogar einen Vertrag im „Ausland“: beim Niederndorfer ASV stand er im Tor: körperlich zwar nicht der Größte, aber sprunggewaltig wie eben ein PUMA, so hielt er seinen „Kasten“ samt dem Strafraum meist frei.

Seinem obersten Chef, Rudolf Dassler, stand er bald mit Rat und Tat zur Seite und er begann bereits in den 80er Jahren mit einer ungeheuren Sammelleidenschaft einzelne Schuhmodelle zu horten und zu archivieren: die ausgetretenen Spikes von Armin Harry (Olympiasieger über 100m) oder die legendären Kickstiefel vom Wunderknaben der 50er und 60er Jahre: Pele. Helmut Fischer sammelte und archivierte und die PUMA-Ausstellung zum 70jährigen Firmenjubiläum konnte nur dank seiner Sammelleidenschaft und Liebe zur Firma perfekt gestaltet werden.

Heute ist Fischer als „Senior Adviser“ in der Geschäftsleitung DACH noch immer ganz nah am Puls seines einstigen Arbeitgebers, auch wenn er das Rentenalter längst erreicht hat. Im Wesentlichen war er zuletzt mit beteiligt die Traditionsvereine der 1. Bundesliga Borussia Mönchengladbach (einmal PUMA-immer PUMA) und Borussia Dortmund ins PUMA-Boot zu holen und zu betreuen. Kaum ein Wochenende vergeht, an dem er nicht im Borussen Park oder im „IDUNA-Stadion“ auf der Ehrentribüne sitzt.

Doch Fußball und Sport sind und waren für den bekennenden Herzogenauracher längst nicht alles. Viele weitere Leidenschaften machen ihn aus: Da ist einmal die Liebe zu seiner Heimatstadt und deren Umgebung und die Fotografie. Mit geschultem Auge bannte und bannt er die Natur –früher auf den Zelluloidfilm, heute auf den Mikrochip. Doch Fischer wäre kein Heimatfreund, würde er nicht auch die Schönheiten seiner Heimatstadt und die unseres Landkreises im Bild festhalten. Drei wunderbare Bildbände wurden unter seiner Regie verlegt: „Franken. Bilder einer Landschaft“ sind sie betitelt. Dazu kommen noch ein Bildband über Herzogenaurach sowie beeindruckende Aufnahmen für einen Herzogenauracher Stadtführer.

Er hat vor mehr als 30 Jahren die Herzogenauracher Fußwallfahrten nach Veitsbronn und Dettelbach wiederbelebt, ist Mitglied in der Deutschen Steinkreuzforschung und Besitzer eines riesigen Archivs alter Aufnahmen aus Herzogenaurach. Der Heimatverein profitiert jährlich davon, wenn er seinen Jahreskalender auflegt. Und bei all den Tätigkeiten findet er hin und wieder auch noch Zeit eines seiner Fahrräder zu strapazieren. Kein Wunder, wenn es beim Heimatverein an Fischers 70. Geburtstag heißt: „Er hat sich um seine Heimatstadt Herzogenaurach verdient gemacht und hoffentlich geht´s noch recht lange so weiter!“

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Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
1. Vorsitzender Heimatverein Herzogenaurach
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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