Helmut Fischer´s Heimatkalender 2022
Ab sofort bei allen bekannten Verkaufsstellen erhältlich
Der neue Stadtschreiber ist da!
Erhältich bei Bücher & mehr und Ellwanger
Bayerischer Heimatpreis 2018
geht an den Heimatverein 23.07.2018
Der alte Schloßgraben
Unser Central Park von Herzogenaurach
Der Türmersturm
Einer unserer Stadttürme
Der Wiwaweiher
Der See mitten in unserer Stadt
Die Altstadt
Das Herz unserer Stadt

Nächste Veranstaltung:

Stammtisch

Montag 10 Okt 2022
19:00 - Uhr


Heimatverein Fasching 2016 beim Heller

1 1 1 1 1 Bewertung 0.00 (0 Stimmen)
Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Von Stadtführern, Molligen und  dem Sprachverfall

Herzogenaurach. „Herzogenaurach helau, Heimatverein helau und Aurach Spatz´n helau“, wieder und wieder hallte es durch die vollbesetzte Wirtsstube in der Gaststätte Heller beim Heimatverein am Freitagabend.  Emmi Weiß mit ihren vier „Spatz´n“ heizte die Sdtimmung an und dazu gab es „Kalauer“ vom Vereinsvorsitzenden, also leichte und flotte Sprüche zur Unterhaltung der ausgelassenen Narren gemäß dem Ausspruch des unzufriedenen Ehemannes, der verzweifelt am Fenster steht, dem Regen zuschaut und sehnsüchtig auf Sonnenschein wartet, weil seine Ehefrau geäußert hat: “Eines schönen Tages werde ich Dich verlassen“.

Und dann kam Emmi Weiß, deren Büttenreden in den letzten Jahren stets für Lachsalven gesorgt hatten. Diesmal erschien sie als zweisprachige, also „bilinguale“ Stadtführerin  in Anlehnung an die derzeit laufende Ausbildung zu den „Herzi City-guides“. Sie präsentuierte den Gästen den Heller als Hofbräukeller  und über die illustre Schar der Damenriege des Heimatvereins reimte sie „Three wives are sitting here with their wine and looking wie a Sonnenschein“.

Dass der Heimatverein weitere aktive Mitglieder in seinen Reihen besitzt, die Büttenreden halten können bewiesen Barbara Hänisch und Christa Peetz. Letztere brach eine Lanze für mollige Damen: sie besitzen nicht nur faltenfreie, glatte Haut, sie sind gemütlich und nicht kratzbürstig, leicht zu pflegen und sparsam im Verbrauch: Ein Eimer Wasser -  und die Badewanne ist fast bis zum Rand gefüllt, so kann man Kosten sparen.

Bei Babara Hänisch ging es im Gespräch zweier osteuropäischer um Probleme bei der richtigen Arztwahl, wobei die komplizierten Facharztbezeichnungen wie Orthopäde, Gynäkologe, Kardiologe oder Internist in der deutschen Sprache für allerhand Verwirrung sorgten.

Der Vereinsvorsitzende hatte in diesem Jahr den Verfall der deutschen Sprache als Hauptthema in seiner Büttenrede gewählt. Warum kaufen sich die Deutschen heutzutage Klamotten, wo das Wort doch eigentlich soviel wie „Bruchstücke oder Lumpen“ bedeutet? Die zahlreichen Anglizismen im Sprachgebrauch (downloaden, output und input) prangerte er ebenso an wie das Wörtchen „geil“.

„Des Handballschbill war „geil“, der Torwart hat „supergeil ghalten“, „die neia Jeans sän affengeil“ und dann gibt´s auch noch den Superlativ, nämlich „superaffengeil“! Und weiter hieß es „die Klennstzn in der Kinnerschul, die klaa Goschen mit´n Schnuller vull, - wie´s haaßn dun, kannst du die froogn, ihr Namen kenners nun nett sogn, obber schon drin in der Kinnerschull do redn die vo geil und schwul!“

Auch die „Wischkästla“, also die Smartphones hatten es ihm abgetan so wie die nackte Blondine am FKK-Strand die stöhnt: „scho wieder keiner da, der ein Selfie von mir macht!“ Und als Quintessenz teilte Gäbelein letztlich den Rat seines Großvaters :mit: „Lern Sprachn Bu, lern englisch, französisch oder spanisch , obber lern vor allm fränkisch, dann verstehn dich die Leit auf der ganzn Welt und du kummst ieberall durch, vor allm in Nürnberch. Bamberch und aa in Würzburch!“ Helau!



Hier gehts zu den Bildern

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Koordinator für den Steinweg
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

Design by WD