1.FC Herzogenaurach 6

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Das schönste Geschenk zum 100-jährigen Jubiläum

 

 

 

Herzogenaurach. Gibt es ein schöneres Geschenk für ein Sportjubiläum als eine Meisterschaft? Nun, eine solche, und zwar die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Bezirksliga konnte am Sonntagnachmittag die 1. Mannschaft des Herzogenauracher Fußballclubs feiern. Vorsausgegangen war ein klarer 3:0 Erfolg über den Nachbarrivalen, die Spvgg. Heßdorf , und gleichzeitig die Niederlage des Mitkonkurrenten um die Meisterschaft, des ASV Weisendorf. Fast zehn Minuten mussten die „PUMAS“ nach Spielfluss warten, bis die erlösende Nachricht aus Buckenhofen eintraf und damit die Meldung, dass der vorher punktgleiche Widersacher aus Weisendorf sein letztes Spiel verloren hatte. Und dann gab es für die tüchtigen Kicker um Spielertrainer Jakob Karches kein Halten mehr: Jubelgesänge, Aufstiegstrikots und Bierduschen trotz der Regengüsse – am oberen Weihersbach konnte gefeiert werden.

 

 

Am kommenden Samstag ist es dann soweit:  Herzogenaurachs ältester Fußballverein, der 1.FC 1916 feiert sein 100-jähriges Bestehen. Die Vorstandschaft mit MdL Walter Nussel an der Spitze lädt zu einem Festabend in das PUMA-Gebäude im Norden der Stadt ein. Der offizielle Teil der Festveranstaltung beginnt um 19.00 Uhr.

 

Die Verantwortlichen des Fußballclubs sind hocherfreut, dass sich PUMA-Chef Björn Gulden an die enge Bindung des Jubiläumsvereins zur Firma PUMA erinnert hat. Schließlich waren es Firmengründer Rudolf Dassler und sein Sohn Armin, die dem FC in den 70-er und 80-er Jahren dazu verholfen haben, dass der Fußballclub ein Jahrzehnt in der obersten Amateurliga, der Bayernliga, eine anerkannte Größe gewesen ist. Gulden ließ sich nicht zweimal bitten und stellte dem Jubelverein das Puma Gebäude im Puma Way 1 für seine Feierlichkeiten zur Verfügung.

 

Für den Festabend ist es Vorsitzenden Nussel gelungen, den Bayerischen Innen- und Sportminister Joachim Herrmann als Festredner zu gewinnen. Außerdem werden sich die Bayerische und die Mittelfränkische Sportprominenz ein Stelldichein im PUMA Center geben, das einen würdigen Rahmen für den Festabend darstellt. Umrahmt wird das Programm mit Einlagen von Mitgliedern des Karnevalsvereins Herzogenaurach, der bekanntlich vor über einem halben Jahrhundert aus dem FC hervorgegangen ist. Die Geschichte des Vereins  (unsere Zeitung berichtete in den letzten Wochen ausführlich darüber) wird Klaus-Peter Gäbelein präsentieren, der eine ausführliche Festschrift verfasst hat, die am Gala-Abend zu erwerben ist.

 

Dank vorbildlicher Eigeninitiative haben die Mitglieder des Vereins Großartiges geschaffen. Die Fertigstellung des vereinseigenen Kunstrasenspielfeldes 2015 ist der letzte Höhepunkt des mit vielen persönlichen Opfern Erreichten gewesen. Dass der Jubelverein im Besitz einer eigen Sportanlage mit einem schmucken Vereinsheims und einer beliebten Kelleranlage ist, die zur Sommerkirchweih im Juli Treffpunkt für zahlreiche Gäste und Clubermitglieder ist, spricht für den Gemeinschaftssinn der Mitglieder. Immer wieder fanden und finden sich ehrenamtliche Helfer, die für „ihren Club“ in freiwilligen Arbeitsstunden zur Stelle sind, wenn es gilt ihren Verein zu unterstützen.

 

Bekannte Herzogenauracher Persönlichkieten haben in den 100 Jahren den 1.FC geführt. Erinnert sei an Karl Körner und Hans Scharf, an Braumeister Paul Hubmann und Hans Körner, an Walter Röder, Georg Hildel oder Adam Schacher. Gerd Dassler und Friedrich „Friedel“ Witte führten den Verein in Zeiten seiner größten Erfolge, bevor Horst Breitenherdt das Zepter übernahm. Er und Kurt Zollhöfer standen an der Spitze, als es sportlich schwierig war, um an die große Tradition der 1. Mannschaft anzuknüpfen. Und schließlich führt Walter Nussel seit 2009 den Traditionsverein. Von Klaus Bauer als Vize, dem Ehepaar Edith und Horst Thomann, mit Martin Sehring, einer Handvoll Damen um Carmen Litz sowie der „jungen, wilden Garde“ mit Matthias Zenger an der Spitze wird die Vorstandschaft in allen Belangen unterstützt.

 

Der 1.FC ist nach wie vor eine große Familie, eine eingeschworene Gemeinschaft mit einem erfolgshungrigen Trainerstab und vielen nicht genannten freiwilligen Helfern, die ihre Freizeit für „ihren Verein“ opfern. Immerhin zählt der Verein derzeit 621 Mitglieder. Und im Jubiläumsjahr spielten und kämpften 21 Mannschaften einschließlich der angeschlossenen BSG Schaeffler und einer äußerst aktiven und erfolgreichen Damenmannschaft um Aufstiege und Meisterehren. So kann dann bei der Festveranstaltung am Samstag auch der Damenmannschaft zum Aufstieg in die Kreisliga und der A-Jugend zur Meisterschaft gratuliert werden.

 

 

Klaus-Peter Gäbelein

 

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
1. Vorsitzender Heimatverein Herzogenaurach
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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