280. Wallfahrtsjubiläum Dettelbach

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Herzogenaurach/Dettelbach

Wieder einmal war der unterfränkische Wallfahrtsort zwei Tage lang fest in mittelfränkischer Hand, genauer gesagt: in Herzogenauracher Hand. Am vergangenen Sonntag, 24. Juni, erinnerte man sich nicht nur an den Namenstag von Johannes dem Täufer, sondern auch an das 280. Wallfahrtsjubiläum der Herzogenauracher Pfarrei Maria Magdalena zum Marienheiligtum Maria im Sand in Dettelbach.

Die beeindruckenden Wallfahrtstage begannen bereits am Freitag um vier Uhr mit der Verabschiedung der Fußwallfahrer. Am Samstag folgten dann nach sechs Uhr die Wallfahrer, die bis Puschendorf zu Fuß, anschließend mit dem Bus nach Mainbernheim und zuletzt wieder zu Fuß nach Dettelbach zogen. 42 Fußwallfahrer, folgten teilweise per Bus von Puschendorf aus und ebenso trafen mehr als 30 Radfahrer am Samstag ein, um gegen 13.30 Uhr in der Wallfahrtskirche an dasein Bekenntnis ihres Glaubens abzulegen. Zusätzlich kamen zu dieser Prozession noch einmal zahlreiche Gläubige mit privaten PKWs und tags darauf noch rund 30 Buswallfahrer von der Aurach nach Dettelbach.

Der erste Höhepunkt war die große Lichterprozession am Samstagabend. Voller Euphorie zog man nach dem aufregenden Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft in einer spektakulären Lichterprozession mit einer Pieta aus Dettelbach um das malerische Areal der Wallfahrtskirche.

In einem eindrucksvollen Hochamt, das Stadtpfarrer Helmut Hetzel zelebrierte (Johannes der Täufer stand dabei im Mittelpunkt), erneuerten die inzwischen mehr als 200 Gläubigen in der voll besetzten Kirche das Wallfahrtsgelübde der Herzogenauracher Katholiken. Großes Lob zollte man am Sonntag dem Kirchenchor von St. Magdalena mit ihrem Chorleiter Toni Rotter; der Chor war am Sonntag eigens angereist, um den Festgottesdienst feierlich zu gestalten.

Nachdem Helmut Fischer, der Organisator der Fußwallfahrt, die eigens geschaffene Wallfahrtskerze entzündet hatte, erneuerten die Gläubigen das Wallfahrtsgelübde von 1738. Ehrungen für verdiente Wallfahrer folgten vor dem Segen. Eingeschlossen wurden die zahlreichen Helfer aller Wallfahrtsabteilungen und jene Helfer im Umfeld, wie Thomas Kotzer, der die Fäden der Wallfahrt in seiner Hand vereinigte, sowie all diejenigen, die ihren Beitrag zum Gelingen des eindrucksvollen Glaubensbekenntnisses beigetragen hatten, wie Brigitte Kreppel, Rosi Gehr oder die Familien Rudrich und Pfister, die in Dondörflein die durstigen Pilger versorgt hatten sowie die Helfer im Umfeld. So hatte die Herzogenauracher Feuerwehr für die Sicherheit der Gruppen gesorgt, soweit viel befahrene Straßen auf dem Pilgerweg benutzt werden mussten.

Klaus-Peter Gäbelein

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
1. Vorsitzender Heimatverein Herzogenaurach
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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