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Sven Bach begeistert beim Heimatverein

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dsc_2290.jpgHerzogenaurach (gä) Seit Jahren werden die Mitglieder des Heimatvereins im Anschluss an die Jahreshauptversammlung mit fränkischer Mundart unterhalten. In den letzten Jahren gastierten die Träger des Frankenwürfels Wilhelm Wolpert und Eberhard Wagner, die Mundartautoren Krischker und Haberkamm, der Sänger Alexander Göttlicher sowie Frankenkabarettist Klaus Karl-Kraus in der Gaststätte Heller.

Sven Bach, Mundarttexter und Sänger mit der fränkischen „Quetschn", fügte sich am Donnerstag nahtlos in die gelungenen und höchst unterhaltsamen Auftritte ein. Gemäß seinem Grundsatz: „Die Tränen, däi mer lacht im Leb´m , braucht mer scho nimma greina!", wurden die Vereinstreuen tatsächlich unterhalten, dass vielen tatsächlich die Tränen vor lachen in den Augen standen.
Nach Sven Bach „bleibt a Frank halt a Frank", auch wenn er sich noch so sehr bemüht, nach der Schrift zu sprechen. Wörter wie „Anekdote", „Bagdadpakt" oder „Jubelkommunikant" sind für einen Franken kaum aussprechbar. Bekanntlich hat gerade der Mittelfranke laut Bach „a ganz Maul voll L" in die Wiege gelegt bekommen, welche die Zunge aufweichen.

Der gebürtige Nürnberger, in Höfen an der Grenze zwischen Nürnberg und Fürth Aufgewachsene verbreitet seine Mundartergüsse von seiner Wahlheimat Zirndorf aus. Auch wenn er nach eigenen Angaben nur das „kleine Abitur" besitzt, bestehend aus „Volksschul- und Tanzschulabschluss" textet in mehreren Sprachen, so auch in Latein und Englisch. "Champignon pedalis" ist die fränkische Version für Fußpilz,  „Vehiculum sexualis" ist bei Bach die lateinische Version von „Triebwagen" und in einer vornehmen Gaststätte serviert der Kellner „rotarum senarum" als Gemüse, was im Fränkischen soviel bedeutet wie „Rote Rübn sind auch Rübn!"

Natürlich bleiben fränkische Seitenhiebe auf „preußische Nachbarn" nicht aus. „Preußen ist da, wo man scho am Freitag sieht, wer am Sundooch zu Besuch kummt". Und da ist einmal der herrliche Schulaufsatz eines rheinischen Knaben über seine Erlebnisse im Franken, der auch mit Sepp und Ludwig, mit den fränkisch sprechenden Ali und Mehmet Fußball spielen durfte, aber nur wie man im Fränkischen sagt „als Ball-Russla". Auf hochdeutsch heißt das: Er durfte immer den Ball aus dem Nachbargrundstück holen und hatte Glück, dass der Hofhund eingesperrt war. Fazit bei Sven Bach: "bleed sen mir Franken nett, wall mir halt a Gehirnwindung mehr ham",

Fazit: Schee war´s  und selber schuld, wer nett doo war!"    

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Koordinator für den Steinweg
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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