Studienfahrt Pommersfelden – Drei-Frankenstein

Bekenntnis zu Franken abgelegt

Herzogenaurach. In drei Landkreise und drei bayerische Regierungsbezirke führte eine Studienfahrt des Heimatvereins. Ziel der historischen Exkursion war neben der barocken Residenz in Pommersfelden der Schnittpunkt der drei fränkischen Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken am sogenannten Drei-Franken-Stein. Der 2,80 Meter hohe Naturstein aus Muschelkalk mit den Wappen der drei fränkischen Regierungsbezirke steht an den Ausläufern des Steigerwaldes in der Nähe von Schlüsselfeld (Landkreis Bamberg –Oberfranken), nahe Burghaslach (Landkreis Neustadt-Aisch/ Bad Windsheim-Mittelfranken) und unweit von Geiselwind (Landkreis Kitzingen –Unterfranken). Er war sieben Jahre nach der Gebietsreform von 1972 hier errichtet worden und zeigt die Wappen der drei fränkischen Regierungsbezirke.

Bei der Enthüllung der Wappen verwiesen die Redner nicht nur darauf, dass der Stein nicht nur eine bloße Dokumentation der Grenze darstellt, sondern vor allem ein Symbol der Zusammengehörigkeit und Gemeinschaft aller Franken sei, also das Herz Frankens mitten im Steigerwald. Doch was sind oder, was waren die Franken (zwischen dem heutigen Frankreich und den fränkischen Regierungsbezirk gelegen) der Geschichte? Sie definierten sich und Ihre Eigenheiten in der „Lex Salica“, ihrem Gesetzbuch im 5. Jahrhundert wie folgt: „Das Volk der Franken, hoch gerühmt, Gottes Schöpfung, tapfer, getreu im Frieden, voll tiefer Weisheit, von auserlesener Gestalt, hellleuchtendem Antlitz, hochragendem Wuchs und großer Schönheit, Kühn, behend und abgehärtet – es lebe, wer die Franken liebt, Christus beschütze ihr Reich, erfülle ihr Lenken mit dem Licht seiner Gnade……“

Mit diesem euphorischen Spruch wurden die Mitglieder des Heimatvereins daran erinnert, dass man versucht hatte den Begriff Franken nach der Einverleibung Frankens in das Königreich Bayern (1806) vom Namen her verschwinden zu lassen, denn damals waren die Regierungsbezirke nah Flussnamen benannt: Franken gab es nur noch in den Verwaltungskreisen Obermain-, Untermein- und Rezatkreis, bis 1837 die heute bekannten Namen Ober-, Mittel- und Unterfranken eingeführt wurden.

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
1. Vorsitzender Heimatverein Herzogenaurach
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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