Radfahrer-Rekord

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Herzogenaurach. Seit Jahren lädt der Heimatverein unter dem Motto „lerne Deine Heimat kennen“ zu Radtouren ein. Ziel ist jeweils eine alte Kirche oder eine Sehenswürdigkeit im Landkreis ERH oder in den Nachbarlandkreisen Forchheim, Fürth oder Nürnberg.

Nach Veitsbronn, Bruck oder Frauenaurach war in diesem Jahr die alte Martinskirche in Möhrendorf das Ziel der Heimatfreunde. Die Verantwortlichen freuten sich über eine rege Teilnahme. Trotz des warmen Wetters nahmen an der rund 30km langen Tour 29 Radfahrer/innen teil. Dabei legte man auch in diesem Jahr Wert darauf, dass man ausschließlich Radwege nutzte. Die Strecke führte über den Aurachgrund zum Kanal und nach der Besichtigung über den Dechsendorfer Forst nach Kosbach zum Fischereihof-Fest.

 

Das eigentliche Ziel aber war diesmal die historisch wertvolle ursprüngliche St. Martinskirche in Möhrendorf. Der Chorturm des Gotteshauses mit wertvollen Fresken aus dem hohen Mittelalter wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert und im Zuge der Reformation mit einer Doppelempore versehen.

1062 wurde Möhrensdorf erstmals urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich geht der Ortsname auf den altdeutschen Namen Mardo (der Listige, Kühne, Verwegene) zurück, der hier ab dem 11. Jahrhundert das Sagen hatte.

Im Wappen trägt die Gemeinde ein Wasserschöpfrad. Noch heute versehen diese hölzernen Kolosse teilweise ihren Dienst und bewässern die Wiesen im Regnitzgrund. Rund 180 von ihnen soll es noch im 19. Jahrhundert zwischen Erlangen und Forchheim gegeben haben. Ein Abstecher zu den am Ortseingang von Möhrendorf laufenden Rädern war somit ein absolutes Muss bei dieser Tour des Heimatvereins.

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
1. Vorsitzender Heimatverein Herzogenaurach
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!