Gesprächskreis: Als die Herzogenauracher noch mit Adi Dassler Eishockey spielten

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Herzogenaurach (gä) Firmengründer und Sportschuhpapst Adolf Dassler war in Herzogenaurach als begeisterter Allroundsportler bekannt. In der Leichtathletik, in den Ballsportarten, vor allem auch beim Wintersport stellte er seinen Mann.

Beim Gesprächskreis des Heimatvereins „So war es früher.." erinnerte man sich an „die Winter in früheren Zeiten" und an Adis Liebe zum Eishockeyspiel.

Beim „Hagers Weiher" am Eingang zum Donwald, trafen sich Herzogenaurachs Eishockey Cracks. Erst einmal wurde die Eisfläche vom Schnee frei geschoben, bevor es losgehen konnte. „Der Adi ließ einen großen Handwagen mit Eishockeystiefeln in verschiedenen Größen, mit Eishockeymontur und sogar mit richtigen Eishockeytoren von der Firm,a aus hinaus bringen und wir durften uns die Sachen aussuchen, die wir brauchten.

Wir waren ausgepolstert wie die Ritter und spielten in der „adidas-Mannschaft" häufig gegen den RC Rahmberg", erinnert sich Horst L., der in den Nachkriegsjahren mit dem „Chef" und seinem Sohn Horst dem Puck auf den Weihern nachgejagt ist. „Der Horst war noch besser als sein Vater und während seiner Ausbildung in der Pfalz, spielte der sogar in Zweibrücken in einer Eishockey Mannschaft", so Horst. L. Und er ergänzt: „Besonders stolz waren wir auf unsere Eishockeystiefel der Marke „Markus Egen", (benannt nach einem der besten deutschen Eishockeyspieler und Nationaltrainer) denn das waren die teuersten Schuhe, sogar mit Innenfutter, die damals für diese Wintersportart in Deutschland und sogar noch in Herzogenaurach hergestellt worden sind.

Und wer spielte damals aus „Spaß an der Freud´" in den Eishockey- Mannschaften? Adis Freunde wie der Schmied Christoph Zehlein, der Hildels Sepp, seines Zeichens Malermeister, Peter Drebinger oder weitere Adidas Mitarbeiter wie Horst L. standen auf im „drei Streifen Team" und bei den Gegnern vom Rahmberg taten sich vor allem die Brüder Kraus, wahre Riesen mit 1,95 Körpergröße, hervor.

Auch beim Eisstockschießen konnte man den „Adidas" erleben. Mit Begeisterung schwang er den vom „Hollerbüchser Heydt" (Bamberger Straße) gedrechselten Eisstock in Richtung der würfelförmigen Daube. Das Eisstockzentrum Herzogenaurach lag meist bei den Beutelsdorfer Weihern, wo es selbstverständlich immer etwas Warmes zu trinken gab. „Natürlich war das Tee - aber manchmal war schon auch a wenig a Schnaps drin", so Horst L.

                                                                       gä

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
1. Vorsitzender Heimatverein Herzogenaurach
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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