Fußballfieber in der Partnerstadt

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Herzogenaurach/Wolfsberg. Herzogenaurachs Partnerstadt Wolfsberg befindet sich trotz des Wahlkampfs um die Sitze im Gemeindeparlament im Fußballfieber. Nicht wegen der Weltmeisterschaft in Brasilien, mit der die Alpenrepublik spielerisch nichts zu tun hatte, nein, wegen der eigenen Erfolge des örtlichen Fußballvereins, des WAC Pellets Wolfsberg.

Anders als in den deutschen Ligen dürfen die die Mannschaften in Österreich den Namen ihres Sponsors im Vereinsnamen tragen. Als vor einigen Jahren Dietmar Riegler (Jahrgang 1966) als Geldgeber in das Vereinsgeschehen eingegriffen und die Zügel als Vereinschef übernommen hat, ist es bei den „Wölfen" nur noch aufwärts gegangen. Die Firma „Riegler und Zechmeister pellets" hat nicht nur wirtschaftlich „das Wunder vom Lavanttal" bewirkt und aus einem Sägewerk seit 2007 ein vielseitiges Unternehmen gezaubert, das den Pelletsmarkt im eigenen Land, aber auch in  den USA, in Japan, Italien und in Deutschland beliefert und ankurbelt. „Ständig wird der Markt in anderen Ländern erweitert", so die Firmenzentrale in Wolfsberg. Und weil man im waldreichen Nachbarland auf den nachwachsenden Rohstoff Holz setzt, boomt das Geschäft zusätzlich mit Holzkonstruktionen, Fertighäusern und Verpackungsmaterial in drei weiteren Werken des Fußball begeisterten Präsidenten.

Und dies alles kommt den Fußballern im Fußballverrückten Wolfsberg zugute.

2011/12 ist der WAC in die 1. Bundesliga aufgestiegen und scheiterte im 1. Ligajahr nur knapp am Einzug in den UEFA-Cup, als man nach einer 2:0 Führung im letzten Heimspiel gegen Innsbruck noch mit 2:3 verlor. 

In der letzten Saison (2013/14) schaffte der neue Trainer Dietmar Kühbauer, 55-maliger österreichischer Nationalspieler, nach einem Fehlstart unter seinem Vorgänger den Erhalt in der „Tipico Bundesliga".

Was in den letzten 5 Wochen in der neuen Saison folgte, ist ein „Sommermärchen" in Kärnten: der WAC ist in den fünf Spielen noch ungeschlagen und steht zusammen mit den übermächtig erscheinenden „Bullen" aus Salzburg mit 15 Punkten und 8 Punkten Vorsprung vor dem Tabellendritten ungeschlagen an 2. Stelle in der Tabelle.

Die „Kleine Zeitung", Wolfsberg Lokalblatt , titelte unlängst „Wo wird der WAC nach der Saison stehen?" Und nicht wenige Fußballfans in der Region Wolfsberg träumen davon, dass „die Wölfe" sogar in einen europäischen Wettbewerb einziehen werden. „Dank seiner mentalen Stärke" wird „das Überraschungsteam der Liga, das nicht locker lässt" ganz vorne mitspielen wird.

          Was kann der Fußball in Herzogenaurach von dieser Entwicklung lernen? Das Erfolgsrezept ist einfach. Man gebe in einer Stadt - nicht größer als Herzogenaurach, -  einem solventen Sponsor, der trotz aller finanziellen Mittel am Boden bleibt und mit möglichst vielen Spielern aus dem eigenen Umfeld und einer gesunden Strategie arbeitet, das Vertrauen und das Sagen. Man nehme die Stadt in die Pflicht, die in Wolfsberg schon vor Jahren ein Stadion gebaut hat, das höheren Ansprüchenn genügt und ,wie in Wolfsberg geschehen auf ein Fassungsvermögen für 7 300 Besucher ausgebaut werden kann. Und fördere den eigenen Nachwuchs mit gezielter Jugendarbeit.

Bleibt abschließend die Frage erlaubt: „Ist  so etwas in der „Sportstadt Herzogenaurach" nicht möglich? Solvente Sponsoren müssten bei dem Kapital, das hier vorhanden ist, zu finden sein. Und dass es in der Aurachstadt hervorragenden Fußballnachwuchs gibt, haben die letzten Jahrzehnte bewiesen. Also, wie wäre es mit einem Zusammenschluss der hiesigen Fußballvereine, mit einer gemeinsamen Jugend- und Ausbildungsarbeit und der Unterstütrzung durch die Stadt? Der Fußballsport in Herzogenaurach müsste nicht so vor sich hindümpeln.

Klaus-Peter Gäbelein

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
1. Vorsitzender Heimatverein Herzogenaurach
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!