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Sonntag 27 Nov 2022
15:00 - Uhr


Fahrradtour nach Weisendorf

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mit
Besuch der zwei Kirchen.
Anschließend Einkehr im "Waldkrankenhaus" Obermembach


img 3779Das Wetter in den letzten Tagen animierte aktive Mitglieder des Herzogenauracher Heimatvereins zu einer Exkursion in den Landkreis.  Nach dem Wegfall aller Corona-Beschränkungen wagte man sich per Fahrrad zu einer Exkursion in den Landkreis.
Ziele waren in diesem Jahr  Gotteshäuser in Weisendorfer Ortsteilen, nämlich die beiden Kirchen in Weisendorf sowie das Gotteshaus in Kairlindach

So wie unser gesamter Landkreis, war auch Weisendorf im 16. Jahrhundert konfessionell gespalten. 1501 wurde die Pfarrei Rezelsdorf gegründet. Sie hatte aber nur für kurze Zeit einen eigenen Pfarrer und wurde bald mit Weisendorf vereint. Der Weisendorfer Pfarrer hielt  Gottesdienst  in beiden Kirchen. 1539 hielt in Weisendorf die Reformation Einzug, die Katharinenkirche . Schlossherr Friedrich Joachim von Seckendorff betrieb den Übertritt zur Lehre Luthers.
An ihn und an Hans von Seckendorff erinnern noch heute die beiden "steinernen" Ritter im Chor der vorbildlich restaurierten Kirche  mit ihren Emporen.

Im 30-jährigen Krieg  und bis ins 18. Jahrhundert diente  die  Kirche teilweise beiden Konfessionen. 1884 wurde diese Katharinkirche restauriert. 1886 wurde die heutige katholische Kirche gebaut und 1916 die katholische Pfarrei gegründet. Sie lernten die Herzogenauracher als einen lichten Raum  mit geschnitzten Heilgenfiguren kennen.

Weisendorf hat seit den Glaubensstreitigkeiten im ausgehenden Mittelalter  und trotz zahlreicher Kriege heute fast ebenso viele lutherische wie katholische Einwohner (jeweils ca. 4000) und ist ein aufstrebender Ort, der seit den 50er Jahren einen eindrucksvollen Weg beschritten hat: 1969 verkündete  Pfarrer von Stackelberg (evangelisch)  die harmonische Zusammenarbeit mit seinem katholischen  Kollegen (Armin Maidhof).

 1970 hielten die beiden Geistlichen den ersten ökumenischen Gottesdienst. Das war jedoch nur der Beginn der gemeinsamen Zusammenarbeit. Pfarrrer Maidhof hatte inzwischen mit dem Zölibat gebrochen und wurde künftig nur noch als Religionslehrer eingesetzt. Die folgenden Geistlichen Adolf Keseberg und Pfarrer Lechner Schmidt mit seiner Ehefrau führten fortan  die Weisendorfer Pfarrei(en) in Sinne ihrer großen Vorbilder fort: ökumenisches Denken wurde fortan zum Leitstern in Weisendorf.

Die Herzogenauracher   Radfahrer, 16 an der Zahl,und die meisten im fortgeschrittenen Alter, ließen ihre Tour schließlich in Obermembach ausklingen.

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Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Koordinator für den Steinweg
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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