Jahresprogramm 2019

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Ein weißer Löwe aus Nymphenburger Porzellan ziert in diesem Jahr das Veranstaltungsprogramm der Herzogenauracher Heimatvereins. Staatsminister Albert Füracker hat diese Trophäe dem 1. Vorsitzenden des Vereins überreicht, als Anerkennung für die vom Verein geleistete Arbeit.

Die Auszeichnung hat die Verantwortlichen des Vereins angespornt und man hat für das Jahr 2019 erneut ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Viel Abwechslungsreiches wird wieder angeboten: Interessante Vorträge von namhaften Referenten, Studienfahrten, fränkische Musik sowie kostenfreie Stadtführungen zu historischen Schwerpunktthemen.

Vor allem die fränkische Mundart steht 2019 im Mittelpunkt. Höhepunkt hierzu sind wohl die Auftritte von Emmi Weiß und dem Nürnberger Mundartexperten Jürgen Leuchauer. Dieser hat mit seinem Buch „Gäih wieder- hogg di her“ einen fränkischen Bestseller gelandet und wird im Mai in der Gaststätte Heller daraus vortragen. Bereits im März wird es viel zum Schmunzeln geben, wenn das altehrwürdige Gebäude „Steinweg 5“ zum Minitheater wird und Emmi Weiß ihr neues Programm „Des glabbst ja selber nett“ zum Besten geben wird. Restkarten für diesen Kabarettabend sind beim Heimatverein oder bei Emmi Weiß noch erhältlich. Im Mai geht es beim Gesprächskreis „Fränkische Begriffe und Redensarten“ im Steinweg um fränkische Wörter, die heute fast unbekannt sind: Schermützel, Henkelblechla oder um das vielsagende Wort „Fregger“. Fortgesetzt wird dieser Gesprächskreis im September und Oktober jeweils im Steinweg. „Wenn der Dialekt stirbt, stirbt ein Teil unserer Identität“, so sind die beiden Mundartabende betitelt. Mit fränkischer Musik und den „Heckenmusikanten“ folgt Ende September ein weiter Höhepunkt und schließlich referiert Mittelfrankens Bezirksheimatpflegerin Dr. Andrea Kluxen im Oktober über „Essen in Franken“. Das Thema ihres Vortrags lautet „Festtagsschmaus und Einheitsbrei“.

Zu einem heiter-fröhlichen Abend mit Thomas Fink und dem Sprachforscher Dr. Rolf-Bernhard Essig lädt der Heimatverein bereits im Februar in die Fachklinik ein. Essig, bundesweit bekannt durch seine Bücher wie z.B. „Da wird der Hund in der Pfanne verrückt!“ oder „Wie der Klatsch zum Kaffee kam“, ist bereits fünfmal beim Heimatverein aufgetreten und hat zusammen mit Thomas Fink begeistert.

Für weitere Vorträgen mit anspruchsvollen Themen konnte der Verein Heinz Wirth, die Professoren Wolfgang Wüst und Günter Dippold gewinnen. Dr. Dippold wird „Über die Geschichte der medizinischen Versorgung an Beispielen aus Herzogenaurach“ sprechen und Dr. Wolfgang Wüst wird berichten, wie es uns Franken ergangen ist, als wir (weitgehend ungewollt) unter die „bayerische Knute“ kamen.

Zum guten Schluss im Vortragsjahr kommt der frühere Kaplan von St. Magdalena und inzwischen Domkapitular, also Kulturminister am Domberg in Bamberg, Dr. Norbert Jung zu Wort. Er zieht Bilanz über die 200jährige Geschichte des Erzbistums Bamberg.

Und nicht zuletzt stehen auch wieder interessante Studienfahrt im Programm des Heimatvereins. Zunächst geht es im Frühjahr ins Altmühltal mit den Schwerpunkten Pappenheim, Eichstätt sowie dem Römerkastell in Pfünds. Noch vor der Sommerkirchweih fährt man zum Tag der Franken nach Neustadt/Coburg und Sonneberg und im Herbst besucht man das thüringisch-fränkische Grenzland mit der Heldburg und dem malerischen Ort Hildburghausen. Auf einer Halbtagesfahrt wird die restaurierte Lonnerstadter Mühle besucht, bevor man am Höchstadt Kellerberg prüft, ob die Höchstadt Biere ihrem guten Ruf gerecht werden.

Dass es außerdem weitere interessante Veranstaltungen gibt, wie monatliche Stadtführungen, Stadtverführungen mit Musik und Bewirtung, den monatlichen Stammtisch oder eine Fahrradtour, darüber kann man sich im Jahresprogramm des Heimatvereins informieren, das im Kulturamt (momentan noch im Schlossgebäude und später in der früheren Bäckerei Lang in der Hauptstraße) ausliegt und auch im Internet zu finden ist. Die Verantwortlichen des Vereins verweisen darauf, dass die Veranstaltungen mit einigen wenigen Ausnahmen kostenfrei angeboten werden.

Hier geht es zum Jahresprogramm 2019
Natürlich auch als Download

Klaus-Peter Gäbelein
Autor: Klaus-Peter GäbeleinWebsite: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus-Peter_G%C3%A4beleinE-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
1. Vorsitzender Heimatverein Herzogenaurach
Klaus-Peter Gäbelein (Pseudonym: Klaus Bedä) ist ein deutscher Autor, Historiker, Kolumnist, Mundartdichter und Moderator mit einem Schwerpunkt auf fränkischer Geschichte und Brauchtum sowie fränkischer Mundart. Er ist der Verfasser zahlreicher Werke zu Themen der Regionalgeschichte Frankens, dem fränkischen Brauchtum, sowie von Schulbüchern. Seit 1981 schreibt Gäbelein regelmäßig Artikel für die Regionalteile der in Herzogenaurach (Mittelfranken) erscheinenden Tageszeitungen und seit 1992 die Glosse „Do dud dä fei deä Oäsch weh!

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